Wind oder Flaute, das ist die Frage – Fahrt durch die Biskaya / Wind or calm – Crossing the Bay of Biscay

Delphine in der Biskaya

Nach einer Woche in der Marina von Brest standen am 13. Februar unserer Meinung nach die Sterne – und vor allem die Winde – günstig genug für die Fahrt durch die Biskaya.

Bertrand Fercot, den wir zusammen mit seiner Frau Marie-Hélène im Hafen kennengelernt und dessen wunderschönen, selbstgebauten Wharram Tiki 46 Katamaran wir bewundert hatten, verabschiedete uns morgens am Steg und winkte uns bis zur Hafenausfahrt nach.

Having stayed in the marina of Brest for one week, on the morning of February 13, the winds were finally fair enough to cross the Bay of Biscay, at least in our opinion.

Bertrand Fercot, whom we had met in the marina together with his wife Marie-Hélène and whose beautiful and self-constructed Wharram Tiki 46 catamaran we had admired, came to say goodbye.

Glücklicherweise trafen wir im Rade de Brest auf keines der großen Militärboote oder gar U-Boote, die dort stationiert sind, sondern hatten freie Fahrt.

Während der ersten Nacht nahmen Wind und Regen zu, so dass Tobi für einige Stunden den Treibanker ausbrachte und wir bis zum Sonnenaufgang “nur” abwechselnd alle 30 Minuten einen Rundumblick machten und dadurch etwas schlafen konnten.

Ab dem Morgen des dritten Tages war es dann allerdings vorbei mit dem Wind – totale Flaute. Zu dem Zeitpunkt waren wir zwar bereits außerhalb der Küstenregion mit Gezeitenströmungen, liefen daher wenig Gefahr wieder zurückzutreiben, aber natürlich wollten wir Richtung Spanien weiterkommen und keinen ganzen Tag in der Biskaya dümpeln.  Also lief der Motor 19 Stunden lang am Stück (danach dröhnten unsere Ohren ganz schön).

Ganz neu war für uns auf der Biskaya der Gedanke, dass es unter OHANAs Kiel für mehr als 2.000 Meter nichts als Wasser – und das ein oder andere Fischchen – gibt, da mussten wir schon mal kurz schlucken.

Die Delphine blieben uns auch auf dieser Etappe treu, zumindest solange die Französische und Spanische Küste noch bzw. schon sichtbar war. Fleißig jagten sie nach den Fischen, die unter dem Kiel mitschwammen, und sobald wir mal wieder etwas langsamer unterwegs waren drehten sie gnädig Runden um OHANA, um uns einen kleinen Vorsprung zu geben.

In der Nacht auf den siebten Tag erreichten wir die Marina von A Coruña und hatten damit unsere bisher längste See-Etappe hinter uns.

Luckily, none of the huge French man-of-wars which are stationed in Brest, left or approached the harbour, so we were good to go.

During the first night, wind and rain got stronger and it wasn’t fun anymore to be outside in the cockpit. Tobi attached the drift anchor and we heaved to. We took turns in keeping watch every 30 minutes until dawn, which meant we both got some sleep.

The third morning on sea, the wind stopped however for a 19 hour calm. At this time, we had left coastal waters with tidal currents, which meant there was no big risk of drifting back to where we came from. Naturally we wanted to reach Spain rather sooner than later, therefore the engine was running without interruption for the next 19 hours (and our ears were buzzing after that).

On the Bay of Biscay, we had to get used to the idea that we had nothing but 2.000 meters of water beneath our keel – a bit frightening at first. Dolphins joined us loyally, at least near the French and Spanish coast. They busied themselves chasing fish in our bow wash.

During the night of the sixth day we reached the marina of A Coruña and thus completed the longest leg of our journey so far.

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