Krabben statt Osterhasen – Crabs instead of Easter bunny

Auf den weiten Weg nach Martinique hat der Osterhase keine Lust. Deshalb wird er hier von einer Spezie vertreten, die man – im Gegensatz zum Hasen – sehr häufig sieht: von der Landkrabbe (und damit meine ich nicht den gemeinen Segler, der nach 3 Wochen Atlantiküberfahrt hier krabbenartig über die Stege kriecht).

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The easterbunny doesn’t feel like traveling the long way over to Martinique. Instead, he’s sending someone as replacement who feels more at ease in the Caribbean anyways: the crab.

Das soll aber nicht heißen, dass die Oster-Krabbe hier Ostereier auf ihren Scheren balanciert und für die Kinder versteckt. Nein, est ist ganz banal, die Krabbe kommt in den Kochtopf und wird mit vielen Gewürzen und Gemüse zu einem leckeren Gericht verarbeitet, dem sog. Matoutou.

That doesn’t mean that the easter crab is hopping around on easter Sunday, hiding easter eggs for the kids to find. No, it’s more pragmatic than this, the crabs end up in the cooking pot together with spices and vegetables and are turned into the local Easter dish, the so-called Matoutou.

Ich habe Matoutou im Restaurant “Chez Tante Arlette” in Grandes Rivieres probiert, wohin wir von Tobis Eltern Ursel & Gero eingeladen wurden, und war davon begeistert.

Der einzige Haken an diesem Gericht ist, dass es nicht “gabelfertig” serviert wird, sondern dass man die Krabben selbst knacken muss; und da sie getränkt in grüner Sauce serviert werden, wird das ganze schnell zur Sauerei. Aber Tante Arlette kennt das schon und hat vorgesorgt: ich bekomme, wie in amerikanischen Lobsterrestaurants, ein Plastiklätzchen um. Gut, dann auf in die Schlacht! Lecker war’s (lange gedauert hat es auch, zum Leiden von Tobi und seinen Eltern, die mit dem Hähnchen deutlich schneller fertig waren), und danach tischt Tante Arlette, die das Restaurant von ihren Eltern übernommen hat, wodurch im gleichen Hause schon Generationen von Martiniquesen kulinarisch verwöhnt wurden, ihren selbstgemachten Ti Punch (=creolisch für kleiner Punsch) auf, Rum der entweder mit Ingwer, Passionsfrucht oder Ananas aufgesetzt wurde.

“Mesi anchay” Tante Arlette, nächstes Ostern komme ich wieder, falls die Osterkrabbe dann nicht im Urlaub bei ihrem Kollegen dem Hasen ist.

I tried Matoutou in the restaurant “Chez Tante Arlette” in Grandes Rivieres, when Tobi’s parents Ursel & Gero visited us, and I loved it. The only “downside” of this dish is, that is doesn’t really come “ready to eat”. The crabs are generously doused in a green, spicy sauce, and you still need to open them yourself – this would normally turn into a nasty disaster. Grandes rivieres Tante Arlette 1 (2) (715x1024) IMG_1602 (1024x721)

But Tante Arlette is well prepared – she’s putting a plastic bib, the kind they have in American lobster restaurants, around my neck – now I am ready for the big fight. The Matoutou is absolutely de…. wait for it….licious! Afterwards, Tante Arlette, who took over the restaurant from her parents, which means that generations of Martiniquans feasted in this house, offers us her selfmade Ti Punch (creole for “little drink”), Rum spiced with either ginger, passion fruit or pineapple. “Mesi anchay” Tante Arlette (creole for Thanks a lot), I’ll be back Easter, unless the easter crab is taking a vacation with her colleage the bunny by then.

Recipe for matoutou

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