Wo wir gerade stecken / What we are up to right now

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Das letzte Lebenszeichen liegt etwas zurück, daher: ja, wir sind noch da. Seit knapp einer Woche stecken wir mit verschmutztem Dieseltank in Petit Anse D’Arlet im Süden Martiniques fest.

The last sign of life has been a while ago, hence: yup, we’re still there. For a week now, we got stuck in Petit Anse D’Arlet in the South of Martinique, with a diesel tank full of dirt & bacteria.

Schon bei der Fahrt nach St. Pierre direkt nach Karnevalsende war klar, dass wir Schmutz und Bakterien im Dieseltank haben. Deshalb hieß es in St. Pierre, neuen Filter kaufen, Diesel abpumpen, Tank reinigen, neuen Diesel einfüllen.
Dann sah alles wieder gut aus. Auf der Fahrt nach Le Marin, kurz vor dem Rocher de Diamant bei heftiger Welle und viel Geschaukele, wurde jedoch wieder der Schmutz- und Bakterien-Satz vom Tankboden aufgewirbelt und der Motor ging aus.

When we sailed up to St. Pierre, just after the carnival, we already knew there was a problem with the diesel, and therefore we bought new filters in St. Pierre, pumped out the old diesel, cleaned the tank several times, filled in new diesel.
Then everything seemed alright again. On the trip to Le Marin, with heavy waves just before reaching the Diamond Rock, the remainder of the bacteria was lifted from the tank bottom and the engine stopped completely.

Also unter Segel zurück in die Bucht von Petit Anse D’Arlet. Hier haben wir erneut den Filter gewechselt und den Tank gereinigt. Jetzt geht der Motor wieder (Daumen drücken), allerdings fehlt nun der passende Wind um nach Le Marin zu kommen.

Only with sails, we entered into the bay of Petit Anse D’Arlet. Here, we changed the filter and cleaned the tank again. Now the engine seems to work again (fingers crossed), but now we have to wait for suitable wind to get back to Le Marin.

Deshalb machen wir jetzt “Zwangsurlaub” in diesem schönen Städtchen, bevor es hoffentlich zum malochen nach Le Marin zurück geht. Könnte schlimmer kommen, denn hier kann man toll schnorcheln, schöne Riffe, außerdem üben wir am Strand auf der Slackline das Balancieren und lernen Ort und Leute kennen.
In ein paar Tagen sollten wir wieder am Ziel, Le Marin, sein – wenn auf der Fahrt dahin der Wind nicht überraschend dreht und wir in St. Lucia oder Kuba enden – es bleibt spannend. 🙂

Thus, we are having an “unvoluntary” vacation in the beautiful village of Petit Anse D’Arlet, before we make it to Le Marin to hopefully start work there. Could be worse, snorkelling is great here, beautiful reef, on the beach we train our balance with the new slack line, and we get to know the town and its inhabitants.

A propos Rocher du Diamant: Hier etwas Info für die nächste Millionenfrage bei “Wer wird Millionär?”:
Der einzige Fels, der den Status eines englischen Kriegsschiffes (H.M.S. Diamond Rock) hatte, und zwar 1804, als die Engländer ihn einnahmen, bestiegen und von dort aus etwa 1 1/2 Jahre lang französischen (Kriegs)Schiffen auflauerten. Villeneuve kam dann auf Befehl Napoleons die tolle Aufgabe zu, den Felsen für Frankreich wieder zurückzuerobern, was ihm auch gelang. Besonders kreativ ließ er angeblich einige Fäßer voll Rum am Diamond Rock stranden, die französischen Soldaten dachten nur noch “Saufen!” und damit war die Rückeroberung ein leichtes Spiel.
Und ich kann euch sagen, wenn man am Felsen vorbeisegelt, fragt man sich nur Eines: “Wie um Himmels willen hat es irgendjemand geschafft da hochzuklettern, geschweige denn Kanonen, Waffen und Proviant hochzuzerren???”
Und selbst wenn man diesen Kraftakt vollbracht hat: welche armen Schweine waren dort bitteschön stationiert, auf einem kargen Felsen ohne Bäume oder irgend etwas Schattenspendendes, umgeben von Tausend Möwen und Fregattvögeln, die dort nisten??? Ich will hoffen, dass sich in diesem Falle Geschichte nicht wiederholt. 😉

Fun trivia about the Diamond Rock:
It’s the only rock which had the status of a battle ship (H.M.S. Diamond Rock). That was in 1804, when the British conquered it, climbed up and for about 1 1/2 years attacked French (battle) ships from there. Villeneuve was eventually ordered by Napoleon to liberate it and return it to France. Rumour has it, Villeneuve achieved this by setting a couple of rum barrels on its shore, so that the French soldiers had no alternative but to empty them, thus making it quite easy for the British soldiers to liberate the rock.
I can tell you, when you sail past Diamond Rock, you just have to ask: “How the heck did they manage to climb up there, let alone drag canons, weapons and provisions unto this rock???”
And even if you managed all this: who were the poor souls who were stationed there, on top of a rough rock, with no trees or anything else for shadow, surrounded by probably one thousand sea gulls and fregate birds which nest there??? I just hope that in this case, history is not repeating. 🙂

2 thoughts on “Wo wir gerade stecken / What we are up to right now”

  1. Bloß nicht veröffentlichen!

    Stell dir dir die kleinen britischen Soldaten vor: Einsatzbefehl kommt; Ihre neue Stellung: Soldat auf der H. M. S. Diamant Rock- Großbritanniens neuestem Kriegsschiff –
    und dann vor Ort….Überraschung! 😉

    1. Genauso wird es gelaufen sein. 😉 Vielleicht dachten sich die Soldaten auch “wo Diamant draufsteht muss auch Diamant darin sein”, hehe.

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