Barbeque mit Sandfliegen und vergebliche Schildkröten-Suche / BBQ with sandflies

Buccoo Bay: Warum Grillen an einem Mangroven-Strand reiner Selbstmord ist / Why a BBQ on a mangrove beach is suicide

DSC05997 (800x600) DSC05998 (800x600) SAM_3349 (800x600)Karibischer Strand, schöner Sonnen-untergang, bester Fisch – ideale Voraussetzungen für einen Grillabend.

Also sammeln wir mit Karsten und seiner Machete Feuerholz zwischen den Mangroven und starten ein Feuerchen. Dass ein Einheimischer verwundert nachfragt, weshalb wir ein Barbeque machen möchten, stört uns nicht weiter.

Caribbean beach, beautiful sunset, delicious fish – ideal prerequisites for a barbeque. Together with Karsten and his machete we collect wood for a bonfire. We don’t bother to wonder why a local asks a whether we really want to have a BBQ… HERE on this beach??

Sobald es dunkel ist werden jedoch v.a. Tobi und Karstens Bruder Phillip von Insekten geplagt; selbst Autan und Anti-Brumm helfen nicht weiter. Der Red Snapper (vom Markt) und der Kaiserfisch (von Tobi harpuniert) schmecken trotzdem lecker. Zwei Tage danach sehen Phillips und Tobis Beine und Füße übel aus, übersät von roten Pusteln die unheimlich jucken – da waren keine Moskitos am Werk sondern Sandfliegen! Als Tobi in der Apotheke seine Füße zeigt und vom Malheur erzählt, kann die Apothekerin kaum aufhören zu lachen und sagt, der Strand sei “the worst place for a BBQ”! Tja, Touristen machen nunmal Fehler. Und jedesmal wenn wir in den folgenden Tagen Abends vom Boot aus weiße Touristen an diesem Strand sehen, denken wir “Aha, die nächsten Dummen”!

As soon as the sun has set, especially Tobi’s and Phillip’s legs and feet are being tortured by insect bites. Red Snapper (from the fish market) and emperor fish (caught by Tobi with the speargun) still are really tasty. Two days later, Tobi’s and Phillip’s legs are covered by red bites which are horribly itchy – those were sandflies, no moscitoes. In the pharmacy, when Tobi shows his feet to the pharmacist and tells about our BBQ, she can’t stop laughing: “This beach is the worst place for a BBQ”! Well, tourists are known for their mistakes. And after this, each time we see tourists at that beach after sunset, we think: “They are in for a treat”!

Plymouth PlymouthGreat Courland Bay: Schildkrötennester, die keinen Hund interessieren / Non-existent turtle nests and lonely dogs

Mit RHÖN und OHANA ankern wir vor Plymouth, weil wir eines unbedingt sehen möchten: Schildkröten, die dort am Strand ausschlüpfen. Die Schildkröten-Saison geht eigentlich nur bis August; solange kommen die Schildkröten an den Strand um ihre Eier abzulegen. Allerdings kann man mit viel Glück auch im Herbst noch die kleinen Schildkrötchen auf ihrem Weg ins Wasser beobachten.

Wir fragen Scouty, einen der heimischen “turtle guards”, und tatsächlich hat er gestern 20 kleinen Schildkröten ins Wasser geholfen. Hoffnungsvoll suchen Julia, Karsten, Phillip, Corinna und wir den ganzen Abend den Strand ab, können aber leider keine einzige Schildkröte sichten. Dafür wird unsere Gruppe um einen Streunerhund bereichert, der uns den ganzen Abend treu folgt, sich vermutlich wundert was wir alle so konzentriert im Sand suchen, leider später jedoch bitter enttäuscht wird, als er nicht mit ins Dinghi einsteigen darf.

With our boats RHÖN and OHANA we are on anchorage near Plymouth, because we are eager so see one thing: small turtles who are just hatched and make for the ocean.

The turtle season is actually until end of August, when turtles lay their eggs on the beach. However, if you are lucky, you can still see the small ones hatching in autumn.

We ask Scouty, one of the local turtle guards, and he indeed helped twenty young ones into the water just yesterday. Excited, Julia, Karsten, Phillip, Corinna, Tobi and I spend the evening searching the beach, but we don’t see a single turtle.  Instead, a homeless dog joins the group and helps us searching, even though he can’t quite figure out what it is exactly we are looking for. At the end of the evening, he is rather disappointed when we don’t let him jump into the zodiac to follow us to the boat.

DSC06023 Kaiserfisch (800x600) CastaraCastara Bay: Angler- und Schnorchlerglück und Wasser, das aus allen Richtungen kommt / Lucky fishing & snorkeling and water coming from all sides

Der Ankerplatz in Castara ist mit Abstand der Schönste bislang: grüne Berge mit Regenwald, dazwischen kleine hübsche Häuschen auf Pfeilern, kleiner Sandstrand (ohne Mangroven!!), viele hölzerne und buntbemalte Fischerboote in der Bucht.

Anders als in Crown Point/Store Bay gibt es hier keine Jetskis, Glassbottom Boote und laute Musik von den Hotelbars. In Castara hört man nur Vögel schreien oder die Fischer ihre Netze durch die Bucht ziehen.

Die Sehenswürdigkeit ist der Wasserfall im Regenwald ein Stückchen hinter dem Fußballfeld gelegen.  Nachdem wir den Wasserfall bewundert haben, bekommen wir jedoch mehr Wasser ab als wir erwartet haben: es regnet, und zwar nicht nur 10 Minuten lang, sondern einige Stunden. Wir haben in der örtlichen Reggae-Bar Unterschlupf gefunden und freuen uns, dass wir an Bord Plastikkübel zum Wasserfangen aufgestellt haben. Dort starren wir, genauso ungläubig wie der Barbesitzer, auf die Wassermengen, die auf der Straße vorbeifließen.

Im ersten strategisch günstigen Moment, es tröpfelt nur noch, wagen Tobi und ich es, während die anderen bei einem kühlen “Stag” Bier in der überschwemmungssicheren Bar bleiben. Wir rennen an den Strand zu unserem Dinghi, welches sich die reinste Badewanne verwandelt hat, weil wir den “Stöpsel” nicht gezogen hatten. Mit Tränen in den Augen müssen wir warten bis ca. 100 l bestes Regenwasser im Sand versickert sind.

Als wir das Dinghi anheben, zwickt mich etwas in den Fuß: eine große Krabbe hat Schutz vor dem Regen gesucht und gibt ihren neuen Regenschirm offenbar nur im Kampf auf.  Unsere Klamotten packen wir in den Rucksack und in Badesachen zerren wir das Dinghi im Regen ins Wasser. Wir schaffen es über die Brandungswelle und dann heißt es “ready, steady, GO” – lospaddeln (den Außenborder haben wir ausgerechnet heute sicherheitshalber an Bord gelassen). Die Bucht ist nicht mehr türkisgrün sondern matschigbraun, da der Fluß Unmengen an Schlamm aus den Bergen in die Bucht treibt. An Bord freuen wir uns über die Liter an Regenwasser, die der Eimer gesammelt hat und die uns einmal Wasserschleppen, der Seglersport schlechthin, ersparen.

Was Angeln und Schnorcheln angeht, ist Castara ein Volltreffer. Karsten und Phillip haben Kingfish, yellow Snapper und versehentlich einen Rochen geangelt. Wir konnten beim Schnorcheln dann doch noch Schildkröten, allerdings die ausgewachsenen und nicht die Babies entdecken.

The anchorage in Castara is the nicest one I’ve seen so far: hills green with rain forests, small huts on pillars, a small sandy beach (without mangroves!), many small and colourfully painted fishing boats.

Other than in Crown Point/Store Bay, there are no noisy jetskis, glassbottom boats and loud music from the hotels. In Castara you only hear birds and fishermen who are dragging their nets through the bay.

The main attraction are the waterfalls in the forest behind the soccer field. After we get back from the falls, we however get more water then we expected: it starts raining, hard, and not only for 10 minutes, but for hours. We flee into the local reggae pub and are happy that we remembered to put buckets in the cockpit to collect rainwater.

When the rain has stopped a bit, Tobi and I run to the beach. The zodiac locks like a bathtub, since we forgot to pull the plug at the bottom. With tears in our eyes, we have to watch as about 100 litres of good rain water are draining from the zodiac into the sand. As we are lifting the zodiac, something pinches my toe: a big crab has used the zodiac as umbrella and will only give it up with a fight. For fishing and snorkeling, Castara is paradise. Karsten and Phillip catch kingfish, yellow snappers and by accident a ray. Snorkelling, we finally see turtles, not young ones but rather the fully grown.

 

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