Relaxen auf den Teufelsinseln, Franzoesisch Guyana / Relaxing on the Salvation Islands, French Guyana

IMG_4850 (800x533)Wir sind so froh, wieder festen Boden unter den Fuessen zu haben (allerdings fuehlt sich der Boden die ersten Tage ziemlich schwankend an!), dass wir den ersten Landfall auf eine Woche ausdehnen.

We are so happy to stand on firm ground again (even though the ground does feel a bit shaky, at first) that we extend our stay at the Salvation islands to a whole week. Zum Erholen sind die Teufelsinseln genau der richtige Ort – zumindest heutzutage; von 1852 bis 1954 sah das allerdings anders aus. Damals wurden die Inseln genutzt, um zunaechst politische Gegner Napoleons III., spaeter dann franzoesische Strafgefangene unterzubringen. Wer einen Eindruck bekommen moechte, unter welchen Bedingungen die Straeflinge lebten, dem empfehle ich das Buch bzw. den Film “Papillon”. Anders als die Gefangenen bleiben wir jedoch von Malaria und Zwangsarbeit verschont. Heute werden die Inseln von der ESA verwaltet und genutzt und muessen fuer jeden Raketenstart von Kourou aus ca. 1 Mal im Monat evakuiert werden. Ausser der Jugendherberge, dem Gefaengnis-Museum und einen Gendarmerieposten gibt es allerdings auch nichts; dennoch kommen jeden Morgen biz zu Katamarane aus Kourou voller Touristen an, ab 16:30 Uhr gehoert die Insel dann wieder den Aeffchen und den Agoutis (das sind Meerschweinaehnliche Kreaturen, jedoch etwa so gross wie eine Hauskatze und mit deutliche laengeren Beinchen als ein Meerschweinchen. Die Burschen sind ausserdem erstaunlich schnell, jedenfalls mussten wir uns mit ihnen immer ein Wettrennen um herunterfallende Kokosnuesse und Mangos liefern 😉 ). Unsere Woche hier sieht so aus: Mit dem Dinghi an Land paddeln (die ersten Tage funktionierte der Aussenborder nicht), auf der Ile Royal und der Ile Joseph Kokosnuesse sammeln und lernen, wie man sie einigermassen geschickt oeffnet, in der Jugendherberge Baguette kaufen, einen Mangobaum entdecken und Mangos ernten, selbst Kokosraspel herstellen und fuer die Weiterfahrt trocknen, eine Kolonie an Aeffchen entdecken und sie mit Kokosnuss fuettern (wobei sie dank der vielen anderen Besucher viel schaerfer auf das gekaufte Baguette sind, aber ich bin ja schliesslich nicht Rockefeller! Kokosnuss nehmen die Affen dann aber auch etwas widerwillig an), unsere Suesswasservorraete auffuellen (die netten Wachmaenner von der ESA lassen zu, dass wir am Wasserhahn unsere etlichen Wasserflaschen fuellen; endlich gibt es wieder taegliche Duschen mit ca. 3l Wasser pro Person – goettlich!). Nach der Woche auf den Inseln geht es weiter ins 15 km entfernte Kourou, den Weltraumbahnhof der ESA, wo wir uns den Start der Ariane 5 am 11. September anschauen moechten.

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