Fischiges Abschiedsgeschenk / Fishy goodbye-present

Karsten & Julia
Karsten & Julia

Abschiede gehören ganz fest zum Seglerleben dazu, hat man mir gesagt.

Von Vielem haben wir schon Abschied genommen:

  • von all unseren Freunden und Familienmitgliedern in Deutschland (der schwerste Schritt),
  • von unserer schnuckeligen Wohnung in Glückstadt,
  • vom meisten Hab & Gut was wir je besaßen,
  • vom Luxus so im allgemeinen…

Eigentlich müssten wir also schon sehr geübt im Abschiednehmen sein. In diesem Falle scheint der Spruch “Übung macht den Meister” jedenfalls nicht zu stimmen, es bleibt schwierig.

Saying goodbye is a big part of the sailing lifestyle.

We said “Goodbye” a lot of times already:

  • to all our friends and family members back in Germany (which was a very tough thing to do),
  • to our cosy apartment in Glückstadt,
  • to most of the things we owned in our old, regular life,
  • to luxury in general…

Therefore, we should be used to saying goodbye. In this case, however, practice doesn’t seem to make perfect, since it remains a difficult taks. On February 18, Karsten & Julia, together with Wilko and Simone, set sail on their yacht RHÖN for the Cape Verdes and then for Recife, Brazil.

Am 18. Februar sind Karsten und Julia zusammen mit Wilko und Simone auf ihrem Boot RHÖN (Karsten, hoffentlich habe ich es nicht falsch geschrieben 😉 ) Richtung Kapverden und dann nach Recife, Brasilien, aufgebrochen.

Deshalb müssen wir unsere traditionellen Freßgelage (Entrecote -wenn im Angebot bei Hyperdino- mit Kräuterbutter und Bratkartoffeln) jetzt alleine fortsetzen.

Zum Abschied haben Karsten & Julia uns nochmal richtig gefordert. Sie wussten, dass Tobi & ich noch nie im Leben einen Fisch geangelt und ausgenommen haben. Deshalb brachten sie uns einen (toten) Fisch vom Markt mit, den wir ausnehmen sollten.

With their goodbye present, Karsten & Julia managed to challenge us quite a bit. They knew that we had never gutted, let alone caught, a fish. That was why they gave us… a dead fish they had bought at the market, and borrowed us their fish knife. I summoned up all my courage to do the “dirty deed”. And while I was cutting out the slimy guts, I remembered why I had been a vegetarian before for almost nine years! Even though it didn’t feel that way in that moment, it was a good present. If it hadn’t been for Karsten & Julia, Tobi & I still would not have gutted a fish. We miss you guys a lot and hope to see you soon!! Fair winds!

Ich nahm allen Mut zusammen und machte mich ans glibberige Werk, was ganz schön Überwindung kostete. Als ich so mit dem Messer im Fischbauch stocherte, fiel mir endlich wieder ein, wieso ich mal etwa neun Jahre als Vegetarierin gelebt hatte. War jedenfalls ein gutes Geschenk, da wir diese Tat sonst noch lange vor uns hergeschoben hätten.

Wir vermissen euch sehr und hoffen, dass wir uns bald wiedersehen! Immer ‘ne Handbreit Wasser unterm Kiel!

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